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Skiführer Kitzbüheler Alpen

1. Auflage 2010
240 Seiten, 148 x 185, 22.80 €

Kitzbühel gehört in Europa zu den absoluten Topadressen in Sachen Skilauf. Die wilde Abfahrt über die Streif ist gleichermaßen berühmt wie berüchtigt und auch der normale Pistenfahrer ist an den perfekt erschlossenen Gipfeln bestens aufgehoben.
Doch die Gegend um Kitzbühel ist nicht nur hip und mondän - auch Skisportler, denen butterweicher Pulver mehr zusagt als brettharter Kunstschnee finden perfekte Möglichkeiten. Besonders wer es abseits der gewalzten Wege bewusst ruhig angehen lassen will, kommt immer wieder gerne in die Kitzbühler Alpen. Die unspektakulären grasigen Gipfel sind meist sanft und rund und bieten auch weniger versierten Tourengehern ein breites Angebot. Gar so steil und wild wie an der Streif gehts auf den Kitzbüheler Skitouren weder rauf, noch runter. 

Alt-Neuöttinger Anzeiger 19.2.2010

111 wertvolle Anregungen

Alles auf einen Blick − diesem Motto ist Markus Stadler auch bei seinem zweiten Skitourenführer treu geblieben. Wie schon sein Erstlingswerk „Bayerische Alpen“ hat er nun auch den gerade erschienenen Band „Kitzbüheler Alpen“ abschließend mit einer praktischen Übersicht der Ziele − 111 an der Zahl, eingeteilt in neun Gebiete zwischen Inntal im Westen und Saalachtal im Osten − versehen: Was ist machbar, wenn die Lawinengefahr die Auswahl wieder einmal stark einschränkt, die Westexposition noch die günstigste Lage ist und die Kondition nur für 1000 Höhenmeter reicht? Fragen wie diese sind dank der Gesamtschau rasch beantwortet.

In den Kitzbüheler Alpen finden sich vereinzelt markante Felsgestalten, daneben aber vor allem zahllose sanfte Gras- und Waldberge, die keine größeren Ansprüche an die Sportler stellen. Fündig werden wird in dem 240 Seiten starken Buch deshalb nicht nur der Könner, sondern auch der unbedarfte Anfänger. Und er darf sich gut aufgehoben fühlen und wird sich bestens beraten wissen: Sofern er den Angaben des Autors vertraut und die Verhaltensregeln, die er eingangs niedergeschrieben hat, befolgt, wird er sicher durch die Bergwelt geleitet. Und wenn die Beschreibungen manchmal auch etwas kurz geraten sind − in Kombination mit den Fotos, auf denen der Verlauf der Routen skizziert ist, sind sie eine realistische Orientierungshilfe.

Stadler hält in seinem Buch, was er in der Einleitung verspricht: Er hat nicht nur Touren berücksichtigt, die häufig begangen werden und daher oft pistengleich plattgefahren sind, sondern auch solche, die abseits der Standardrouten in die Abgeschiedenheit der Berge führen, die auch in den vielbesuchten Kitzbühelern noch zu finden ist − ganz nach seinem Motto: „Wer gerne seine eigene Spur anlegt, muss aber oft nur 30 Minuten weiter taleinwärts wandern und schon ist er alleine.“ Seinem Anspruch ist der Autor jedenfalls gerecht geworden: Jedem Typus von Tourengeher will er mit seinem Führer einige wertvolle Anregungen für schöne Wintererlebnisse liefern − die hat man allein schon beim Durchblättern des Büchleins.