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Poeten des Abgrunds

panico.de

3. Auflage 2010
Hardcover, 204 Seiten, 120 x 185, 12,80

Mehr als 20 Jahre ist es her, das diese internationale Geschichtensammlung zum ersten Mal aufgelegt wurde. Zusammengestellt und teilweise von Nicholas Mailänder aus dem Englischen übersetzt fand dieses „Best of“ seiner Zeit großen Anklang. Es wäre ein Wunder, wenn dies bei der Neuauflage nicht wieder so wäre.

Mit Geschichten von: Pat Ament, Nicholas Mailänder, Emil Zopfi, Kurt Krueger, Peter Brunnert, Greg Child, Heinz Mariacher, Darshano L. Rieser, Bernard Amy, Reinhard Karl, John Long und Andreas Kubin.


Rezension von Christine Kopp in "Die Alpen" Mai 2011 (Vereinszeitschrift des Schweizer Alpen Clubs):


Noch immer ziert die Illustration von Irmgard Braun «Der Poet des Abgrunds» den Umschlag, im Innern die gleichen feinen Illustrationen und sinnigen Geschichten wie bei der ersten Ausgabe 1988. Immer noch füllt die Lektüre des kleinen Bands ein paar Stunden abseits der und doch mit den Bergen. Kaum zu glauben aber, wie radikal sich das Bergsteigen seither verändert hat ... Das und die paar Fehler, die es zur Druckreife geschafft haben, tun dem Genuss der Geschichten von Ament, Mailänder, Zopfi, Krueger, Brunnert, Child, Mariacher, Rieser, Amy, Karl, Long, Kubin und Roeper keineswegs Abbruch. Eine Geschichte, die jedes Mal von Neuem rührt und berührt, und deren Ende zitiert sei, stammt von Reinhard Karl: «Die Frage, ob ich gerne noch einmal jünger wäre, oder, wenn ich nochmal die Wahl hätte, es anders machen würde, stellt sich nicht. Als Ausgleich für die Jugend bekommt man Erfahrung. Zum ersten Mal denkt man in einer weiteren Dimension: der Vergangenheit. Je mehr man erlebt hat, desto mehr ist man. Man ist nicht mehr Wüstensand, der von jeder Emotion weggeblasen werden kann. Man ist ein Stein geworden, ein Rolling Stone. Der unaufhaltsam seine Bahn zieht und der fest daliegt, wenn er zur Ruhe gekommen ist.» Reinhard Karl weilt schon lange nicht mehr unter uns – aber seine Worte überdauern. Allein seiner Geschichte wegen sollte man die «Poeten des Abgrunds» lesen.

(Christine Kopp)